Uraufführungen von Literaturopern liegen im Trend. Bei den Schwetzinger SWR Festspielen etwa kommt Dostojewskis „Doppelgänger“, in Würzburg Leonhard Franks Novelle „Karl und Anna“ auf die Opernbühne. Doch auch unter den Klassikern finden sich zahlreiche Literaturvertonungen. Giacomo Puccinis 1896 uraufgeführtes Werk „La bohème“, das am 26. April am Theater Lübeck in einer Neuinszenierung gezeigt wird, hat Henri Murgers „Scènes de la vie de bohème“ zur Vorlage. Murger/Puccini zeichnen das in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstandene Phänomen jener Künstler- und Gesellschaftsschicht nach, die, aus der Pariser Innenstadt hinausgedrängt, Zuflucht auf dem damals noch am Stadtrand befindlichen Montmartre suchten. (PE)
Puccini: La bohème
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„Es gibt eine europäische Kultur des Musizierens“
Seit der Spielzeit 2020/2021 ist der Schweizer Dirigent Philippe Jordan Musikdirektor der Wiener Staatsoper.
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