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CD-Rezension Tilman Lichdi – Schubert: Winterreise

Entdeckung mit Gitarre

Bei dieser „Winterreise“ gibt es etliche wie neu gefundene Details, wie die Lust an starken, fast skurrilen Klangwirkungen

vonAndreas Falentin,

Vornehmlich in den Tenorpartien von Bachs Passionen und durch Auftritte bei Festivals wie der Ettlinger Schubertiade hat sich Tilman Lichdi in den letzten Jahren einen Namen als erstrangiger Lied- und Oratorieninterpret gemacht. Seine Aufnahme von Schuberts „Winterreise“ bestätigt diesen Ruf voll und ganz, wobei die Interpretation durchaus als eigenwillig bezeichnet werden darf. Dramatische Exaltationen sind in Lichdis Interpretation nahezu komplett Fehlanzeige. Dafür gibt es etliche wie neu gefundene Details, perfekte, oft weiche, wo nötig auch scharfkantige Linienführung, subtilste Textausdeutung und die Lust an starken, fast skurrilen Klangwirkungen, wie die geradezu schmutzige Einfärbung der „ä“-Laute in „Die Krähe“. Die intelligente Gitarrenbearbeitung von Klaus Jäckle verstärkt den Eindruck einer Beiläufigkeit, die aber nie ins Beliebige abgleitet und den Hörer vor allem nie loslässt.

Schubert: Winterreise

Tilman Lichdi (Tenor), Klaus Jäckle (Gitarre)
Lichdi Records

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