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Rezension Tassilo Probst – Into Madness

Vielversprechendes Debüt

Die erst 19-Jährigen Musiker Tassilo Probst und Maxim Lando widmen sich auf ihrem ersten gemeinsamen Album zerklüfteten Violinsonaten von Bartók, Enescu und Achron.

vonEcki Ramón Weber,

„Into Madness“ hat der gerade erst 19-jährige Geiger Tassilo Probst als Titel für sein Debütalbum gewählt. Maxim Lando, sein Kollege am Klavier, hat das gleiche Alter. In einer Zeit, in der die Welt aus den Fugen gerät und die Zukunft ungewiss ist, lässt sich leicht nachvollziehen, dass sich diese Generation mit Ausdrucksformen identifiziert, die düstere und extreme Gefühlsbereiche ergründen. Diese finden die beiden jungen Musiker beim frühen Bartók, bei Enescu sowie bei Joseph Achron, der aus einer jüdischen Familie in Litauen stammte und 1925 in die USA emigrierte. Den Gefühlsextremen in den drei Sonaten sind Probst und Lando sehr sensibel auf der Spur: Sie verfolgen ausdrucksintensiv und mit Nachdruck die Untiefen und zerklüfteten Wege dieser Werke, die Stimmungsschwankungen, die Trauer, Wehklage, Euphorie, Ekstase, Ausbrüche und Rückzüge. Ein vielversprechendes Duo präsentiert sich hier.

Maxim Lando & Tassilo Probst
Maxim Lando & Tassilo Probst

Into Madness
Bartók: Violinsonate e-Moll op. posth., Enescu: Violinsonate Nr. 3, Achron: Violinsonate Nr. 2

Tassilo Probst (Violine), Maxim Lando (Klavier)
Berlin Classics

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