Ferrucio Busoni, der Schöpfer zahlreicher Klavierbearbeitungen der Werke Bachs und Liszts, ist als Komponist nahezu unbekannt. Dabei sprüht das spätromantische Violinkonzert, das der 30-Jährige für einen befreundeten Geiger schrieb, vor musikalischen Einfällen und geigerischen Raffinessen. Auf der neuen CD der Reihe „The Romantic Violin Concerto“ des Labels hyperion werden sie von der Solistin Tanja Becker-Bender mit detailverliebter Leichtigkeit dargeboten. Auch in dem von Busoni für Violine und Orchester bearbeiteten Benedictus aus Beethovens „Missa solemnis“, das hier in einer Ersteinspielung vorliegt, kultiviert die Geigerin in klangschöner Schlichtheit einen intensiv singenden Ton. Und noch ein weiteres selten gespieltes Werk ziert das Album: das Violinkonzert des 17-jährigen Richard Strauss. Besonders hier gefällt die frische Noblesse des BBC Scottish Symphony Orchestra unter Garry Walker.
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CD-Rezension Tanja Becker-Bender
Zwischen Raffinesse und Noblesse
Tanja Becker-Bender spielt die Violinkonzerte von Busoni und Strauss begleitet vom BBC Scottish Symphony Orchestra
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„Es gibt eine europäische Kultur des Musizierens“
Seit der Spielzeit 2020/2021 ist der Schweizer Dirigent Philippe Jordan Musikdirektor der Wiener Staatsoper.
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