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Rezension National Brass Ensemble – Deified

Souverän

Achtzig Minuten „Best of“ aus Wagners „Ring des Nibelungen“: Dem amerikanischen National Brass Ensemble unter Eun Sun Kim gelingt das Kunststück.

vonEcki Ramón Weber,

Richard Wagner fürs Blech – na klar, was liegt näher? Die Herausforderung dabei ist allerdings, die Essenz aus den bombastischen Orchestermassen der Wagner’schen Musikdramen zu filtern. Und sie auf den Punkt in einem Blasorchester zu bringen. Arrangeur Timothy Higgins hat bei seinem knapp achtzigminütigen „Best of“ aus dem „Ring“ für das National Brass Ensemble nicht bloß die gängigen Orchesterzwischenspiele bearbeitet, sondern auch einige Gesangsszenen. Die versammelten Kräfte der Orchester aus Boston, Chicago, Cleveland, Indianapolis, Nashville, New York , Philadelphia, mit der Unterstützung von Harfe, Orgel und Schlagzeug, schlagen sich beeindruckend wacker. Vor allem punkten sie durch Wendigkeit, selbst rasante Streicherläufe und aufgefächertes orchestrales Schillern gelingt. Die Lust an diesem Experiment ist in jedem Stück zu spüren. Dirigentin Eun Sun Kim lenkt souverän die Klangmassen und lässt die Funken fliegen.

Deified
R. Strauss: Wiener Philhrmoniker Fanfare, Bingham: Deified, Sandoval: Brass Fantasy, Wagner/Higgins: The Ring

National Brass Ensemble, Eun Sun Kim (Leitung)
Pentatone

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