Opern-Kritiken
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„Musik ist eine heilige Kunst“
(Dresden, 2.12.2018) Wenn alles stimmt: Christian Thielemann, ein gefeiertes Ensemble und ein sensibler Regisseur zaubern Richard Strauss.
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Helden schluchzen, Helden sterben
(Chemnitz, 1.12.2018) Elisabeth Stöppler beschert dem von vier Frauen in Szene gesetzten „Ring“ sein fulminantes Finale.
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Ich liebte Dich
(Ravenna, 2.12.2018) Cristina Mutis Mut, Verdis Spätwerk mit hochmotivierten Nachwuchssängern zu wagen, wurde belohnt.
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Verdi-Feuer
(Ravenna, 1.12.2018) Cristina Muti setzt in ihrer Heimatstadt mit Fortune auf den Sänger- und Dirigentennachwuchs.
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Kostümkonzert
(Ravenna, 30.11.2018) Cristina Muti beginnt ihre Verdi-Trilogie mit einer traditionstrunken statischen Sicht auf das politisch aufgeladene Frühwerk.
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In Lichtgewittern
(Berlin, 25.11.2018) Der dänisch-isländische Installationskünstler Ólafur Elíasson versenkt Jean-Philippe Rameaus Oper in einer Lasershow mit Musik.
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Alles hat seinen Preis
(Halle, 24.12.2018) Bayreuths nächster „Tannhäuser“-Regisseur Tobias Kratzer vergegenwärtigt Kurzopern von Mozart und Zemlinsky.
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Graue Gesichter im Gefängnishof
(Radebeul bei Dresden, 17.11.2018) Intendant Manuel Schöbel deutet Beethovens Freiheitsoper als düsteres Kammerspiel und kann sich auf eine emphatische Ensembleleistung verlassen.
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Schwerwiegender Fehler im System
(Graz, 10.11.2018) Regisseurin Florentine Klepper bringt bezwingend die Familienhölle der Salome auf die Bühne.
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Singen mit Sex
(Zürich, 4.11.2018) Kirill Serebrennikov entwickelt seine sensationelle Mozart-Inszenierung, während er im Moskauer Hausarrest festsitzt.
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Die Ohnmacht des Mächtigen
(Genf, 3.11.2018) Der geschasste Burgtheater-Intendant Matthias Hartmann setzt Aufstieg und Fall des Zaren Boris bildstark in Szene.
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Auf dem Steg überm Tränensee
(Stuttgart, 2.11.2018) Der bildende Künstler Hans Op de Beeck transformiert ein altes Paketpostamt zur Burg des Herzog Blaubart.
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Kasperletheater für Große
(Mannheim, 28.10.2018) Nigel Lowery verulkt Richard Wagner very British – und verzwergt ihn.
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Blanke Hysterie im Jagdschlösschen
(Dessau, 26.10.2018) GMD Markus L. Franks musikalisch berückendem Opernwunder steht die enttäuschende Regie von Saskia Kuhlmann gegenüber.
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Irdische Heerscharen
(Lyon, 13.10.2018) Der bildstarke La Fura del Baus-Regisseur Àlex Ollé und der genialische junge Musikdirektor Daniele Rustioni beweisen den kaum bekannten Ausnahmerang des komponierenden Librettisten Arrigo Boito.
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Lyrisches Musikdrama à la Brecht
(München, 13.10.2018) Regisseur Günter Krämer und Chefdirigent Anthony Bramall setzen sich für Gottfried von Einem ein – mit unterschiedlichem Erfolg.
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Vandalen und Liebende
(Augsburg, 14.10.2018) Begeisterung für Smetanas die homoerotische Liebe klangsymbolisch feiernde und dennoch desillusionierte Nationaloper.
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Verpackt und verschoben
(Berlin, 7.10.2018) Andrea Breth inszeniert, Daniel Barenboim dirigiert Luigi Cherubinis vernachlässigte Mythenoper „Medea“.
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Das Böse lauert immer und überall
(Erfurt, 6.10.2018 ) Hendrik Müller amüsiert sein Publikum mit einer fulminant artgerechten Inszenierung von Aubers Komischer Oper.
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Gegen die Wand
(Paris, 2. Oktober 2018) Michael Jarrells Opernnovität feiert im Palais Garnier ihre erfolgreiche Uraufführung.